einbrachte. Mehr über der Lavendel, seine Eigenschaften, seine Anwendungsgebiete und was man damit alles machen kann, finden Sie in diesem Buch…



 

 

Der Lavendel in der Antike

Die Menschen der Antike erkannten natürlich schon sehr früh die Besonderheit dieser wunderschönen Pflanze. Wahrscheinlich war es der besondere Duft, der das Interesse weckte. Dass es aber nicht nur eben eine besonders gut duftende Pflanze war, sondern auch eine Pflanze mit speziellen heilenden Eigenschaften, dürfte sehr schnell klar geworden sein: Man verwendete den Lavendel zur Beruhigung der Nerven, zur Desinfizierung von Wunden, oder auch als Duft- und Desinfektionsmittel in Gebäuden oder Bädern.

Im alten Ägypten, wo man die Kenntnis der Heilpflanzen und ätherischen Öle schon zu einer großen Heilkunst entwickelte, mumifizierte man die Toten unter anderem auch mit lavendelgetränkten Leinentüchern.
Auch verbesserte man die Luft in den Zimmern von Kranken mit den Ölen der Pflanze, zudem verräucherte man den Lavendel für religiöse Zwecke.

Der erste, der den Lavendel allerdings richtig erforschte, war dann doch ein Römer, genannt Plinius der Ältere.
Er untersuchte im 1. Jahrhundert nach Christus die Wirkung des Lavendels und beschrieb ihn als Mittel zur Schmerzlinderung, gegen Magenbeschwerden, bei Menstruationsbeschwerden, gegen Wassersucht, gegen Insektenstiche, bei Gelbsucht oder auch bei Wassersucht.
Einige dieser Wirkungen sind in unserer Zeit von der Medizin bestätigt worden.


Die Apotheke der Soldaten

Obwohl im alten Rom das Gesundheitswesen und das Gesundheitswissen bereits schon sehr ausgeprägt waren, waren die einfachen Soldaten auf den teils umfangreichen Feldzügen eher auf sich selbst gestellt. Denn Leibärzte dürften nur die höheren Dienstränge gehabt haben, und nach großen Schlachten, in denen es viele Verwundete gab, dürften die Feldlazarette hoffnungslos überfüllt gewesen sein.

Aber auch hier erinnerte man sich wieder an den Lavendel: Die wunderschönen blauen Blüten halfen nicht nur bei Entzündungen, bei Verwundungen und anderen typischen Kriegsverletzungen, der Lavendel beruhigte sowohl vor als auch nach der Schlacht, half gegen die Angst und Aufregung, er schenkte neuen Mut und Selbstbewusstsein.

Gleiches geschah übrigens auch im 1. Weltkrieg, als die Desinfektionsmittel knapp wurden: Man verwendete statt dessen Lavendelöl.

 

 


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Der Lavendel - Das Lavendel-Bilderbuch

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