Kleine Pflanzenkunde über den Lavendel

Den Lavendel kann man auch als die "Seele" der Provence bezeichnen, prägt er doch die Landschaft und gab früher den Menschen Ein- und Auskommen.

Die Provence leuchtet geradezu in den Farben des Lavendels, man sieht endlos lange Reihen von Lavendelsträuchern. Dazu sieht man dazwischen angepflanzte Olivenbäume, vor Hitze flimmernde Sommerluft, man hört das Gezirpe der Zikaden und atmet das duftende Aroma des Lavendels - alles zusammen ein Sinnenorchester der Provence, das man als Lavendelfan einmal erlebt haben muss.

Die Provence war schon immer eine Heimat für den Lavendel. Der echte Lavendel wächst in Höhen zwischen 500 und 1500 Metern und enthält das besonders wertvolle ätherische Öl, auch Lavendel fein genannt.

Früher wuchs der Lavendel nicht sauber aufgereiht auf den Feldern der Provence, man ging erst vor ca. 150 Jahren zu dieser Anbauform über. Frankreich ist und war, neben England, das Land des Lavendels. Es entwickelte sich nach und nach die Industrie rund um den Lavendel, um die großen Mengen von Lavendel, die auf den Feldern wachsen, verarbeiten zu können.

Da aber weltweit die Nachfrage nach Lavendel auch heute noch immer weiter steigt, wird er inzwischen auch weltweit angebaut, so zum Beispiel in Spanien, Marokko, Bulgarien oder Ungarn, Australien oder Russland. Und auch in Amerika, dort Lavender genannt, ist er in großen Plantagen zu finden.

Und tatsächlich kann der Lavendel eigentlich überall wachsen, wenn zwei Faktoren gegeben sind: Der Boden muss kalkhaltig, trocken und etwas sandig sein, und die Temperaturen sollten im Durchschnitt nicht zu kühl sein.

Die verschiedenen Lavendelarten

Vom Lavendel gibt es nicht nur "die" eine Art, es gibt viele verschiedene Arten.
Diese können teilweise ziemlich unterschiedlich sein, auch was das Aussehen betrifft. Die verschiedenen Lavendelarten erblühen teils indigofarben, teils fliederfarben, ja sogar weiße, rosafarbene oder grüne Blütenköpfe kann man sehen. Und auch die Blüten selbst können die unterschiedlichsten Formen annehmen: Lang oder kurz, dicht oder licht, wie immer es der Natur gefällt.

Auch der Duft des Lavendels kann variieren, von stark bis schwach und von eher würzig bis hin zu eher mild. Gemeinsam ist allen Düften jedoch die etwas kampferartige Note.

Die gebräuchlichsten Arten
Der Mensch hat natürlich in seinem Bestreben, besonders schöne, gut duftende bzw. besonders heilsame Lavendelarten zur Verfügung zu haben, mit der Züchtung verschiedenster Sorten begonnen.


Die drei Ursprünglichen Sorten waren aber diese:

 

Lavendel

 

Die Bienen sind die besten Freunde des Lavendels. Man hat herausgefunden, daß Pflanzen, die regelmäßig von Bienen besucht werden, 15 Prozent mehr ätherisches Öl produzieren.

Steckbrief des echten Lavendels

Botanischer Name
Lavandula officinalis, Lavandula angustifolia

Lavendel gehört der Familie der Lippenblütler an.Volksnamen
Der Lavendel wird von den Menschen nicht immer Lavendel genannt, sondern hat je nach Region schon mal andere Namen, die zuweilen auch auf seine Wirkung oder Eigenschaften hinweisen. Folgende Namen sind u.a. für den Lavendel bekannt: Balsam, Fanda, Hirnkraut, Lavander, Narden, Nervenkräutlein, Schwindelkraut, Speik, Zitterblümchen, Zöpfli, Flander, Nervenkraut, Römischer Thymian oder auch Spicke.

Herkunft
Das eigentliche Herkunftsgebiet ist das frühere Persien, der Lavendel wird in unserer Zeit aber weltweit angebaut, soweit es das Klima zulässt. Nach Frankreich wurde der Lavendel wahrscheinlich von den Griechen gebracht.

Pflanzenbeschreibung
Der Lavendel ist ein bis zu 60 cm großer, aufrecht wachsender, immergrüner Halbstrauch. An seinen grünen und vierkantigen Zweigen wachsen blaugrüne, sich gegenüberstehende Blätter. Die Blüten des Lavendels sind wunderbar leuchtend blau bis violett und verströmen einen wundervollen Duft.
Lavendel wächst bis in Höhen von 1800 Metern.

In der Heilkunde verwendete Pflanzenteile
Man verwendet die Blüten, teilweise auch Blätter, und natürlich das ätherische Öl des Lavendels. Geerntet wird der Lavendel von Ende Juni bis in den August.

Über das Trocknen der Blüten
Wenn Sie die geernteten Blüten selbst trocknen wollen, sollten Sie sehr sorgfältig vorgehen, denn man hat herausgefunden, dass die Lavendelblüten bis zu einem Viertel der enthaltenen ätherischen Öle verlieren, wenn man sie zum Beispiel einfach in der Sonne trocknen lässt.

Richtig getrocknet können die Blüten jahrelang ihren wunderbaren Duft verströmen.

Hier einige Tipps zum Trocknen der Lavendelblüten:

Stellen Sie kleine Bündel aus einzelnen Stängeln her und hängen Sie diese kopfüber auf.
Der ideale Trockenplatz ist ein gut belüfteter, trockener und schattiger Platz. Der Trockenplatz sollte auch nicht zu warm sein, da ansonsten das ätherische Öl schnell verfliegen kann. Es eignet sich also zum Beispiel das Treppenhaus. Achten Sie aber auch darauf, dass sich kein Schimmel bildet!
Es wird empfohlen, während der Trocknung die Blüten nicht zu drücken oder anzustoßen, weil ansonsten das ätherische Öl ebenfalls austreten und verfliegen könnte.

 

Das Lavendelöl

Aus der wild wachsenden Form des echten Lavendels gewinnt man das kostbarste ätherische Lavendelöl. Man nennt es auch Lavendel extra.

Leider hat der echte Lavendel den Nachteil, dass er nur bis zu 1.5 Prozent ätherische Öle enthält, was das ätherische Öl teurer macht als das von anderen Lavendelarten. Außerdem enthält es weniger Kampfer als andere Sorten.

Der wildwachsende Lavendel wird (wie der kultivierte auch) im Sommer geerntet. Man schneidet die Blüten von den Stängeln der Pflanze, bevorzugt an sonnigen Tagen und zur Mittagszeit, denn dann ist der Anteil an wirksamen Inhaltsstoffen am höchsten.Das ätherische Lavendelöl ist eines der wenigen ätherischen Öle, die man pur auf die Haut auftragen kann. Andere Öle sollten unbedingt verdünnt werden, da sie sonst der Haut schaden können.

Der echte Lavendel wird heutzutage am häufigsten als Lavandula angustifolia bezeichnet. Es gibt aber auch andere Namen, zum Beispiel Lavandula officinalis oder Lavandula vera. Zudem unterscheidet sich der echte Lavendel zwischen seiner wildwachsenden Form und der kultivierten Form, also der in Plantagen oder Gärten angepflanzten Form.


 

 

Hauptwirkungen des Lavendels

Der Lavendel wirkt beruhigend auf unsere Nerven, er hat antiseptische Eigenschaften, er löst Krämpfe, er steigert die Durchblutung.

Das ätherische Lavendelöl ist eines der wenigen ätherischen Öle, die man pur auf die Haut auftragen kann. Andere Öle sollten unbedingt verdünnt werden, da sie sonst der Haut schaden können.

Der echter Lavendel wird heutzutage am häufigsten als Lavandula angustifolia bezeichnet. Es gibt aber auch andere Namen, Lavandula officinalis oder Lavandula vera. Zudem unterscheidet sich der echte Lavendel zwischen seiner wildwachsenden Form und der kultivierten, also in Plantagen oder Gärten, angepflanzten Form.

Aus der wild wachsenden Form des echten Lavendels gewinnt man das kostbarste ätherische Lavendelöl her. Man nennt es auch Lavendel extra.

Leider hat der echte Lavendel den Nachteil, daß er nur bis zu 1.5 Prozent ätherische Öle enthält, was das ätherische Öl teuerer macht als das von anderen Lavendelarten. Außerdem enthält es weniger Kampfer als andere Sorten.

Der wildwachsende Lavendel wird (wie der kultivierte auch) im Sommer geerntet. Man schneidet die Blüten von den Stängeln der Pflanze, bevorzugt an sonnigen Tagen und zur Mittagszeit, denn dann ist der Anteil an Wirksamen Inhaltsstoffen am höchsten.

 

Lavendel

 

Die großen Plantagen in den Höhenlagen der Provence entstanden eigentlich aus purer Not:

In der Zeit der industriellen Revolution verließen immer mehr Bauern ihren Hof, um in der Fabrik zu arbeiten, wo sie mehr Geld verdienten.

Da aber ohne das traditionelle Wissen der Bauern auf den Böden nicht mehr viel wuchs außer z.B. der Lavendel, entstanden immer größere Flächen, auf denen man den Lavendel anbaute.










 

 

 

 

 

 

 

 
Lavendel